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Österreichischer CanSat-Wettbewerb entschieden

von redaktion
CanSat Österreich

Mit CanSats, Satelliten in der Größe einer Getränkedose (Can engl. f. Dose), werden Weltraummissionen simuliert. Im CanSat-Wettbewerb treten Schüler*innen mit ihren selbst gebauten Satelliten gegeneinander an und müssen dabei ihre CanSat-Mission erfolgreich abschließen. Nun haben Schüler der HTL Rennweg in Wien den österreichischen CanSat-Wettbewerb gewonnen. Stefan Galavics, Simon Köfinger, Peter Leithner, Alexander Traxler und Moritz Wallner dürfen in der Folge an der CanSat-Europameisterschaft in Bologna (24. – 28. Juni) teilnehmen. Der österreichische Wettbewerb wird vom Linzer Ars Electronica Center als offiziellem European Space Education Resource Office Austria (ESERO Österreich) organisiert.

Beim CanSat-Wettbewerb durchlaufen die Teams (jedes Team besteht aus maximal 5 Mitgliedern) alle Phasen einer echten Weltraummission. Dazu gehören die Planung, Konstruktion des Satelliten, der je nach Missionsziel mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet wird, Test der Komponenten und des gesamten Systems sowie die Durchführung der Mission unter Realbedingungen. Konkret werden dabei die Minisatelliten mit einer Trägerrakete bis zu 450 Meter in den Himmel geschossen und dann abgeworfen. Während des Sinkfluges messen Sensoren Temperatur (zur Erstellung eines Temperaturprofils) sowie Luftdruck (zur Ermittlung von Höhe und Fallgeschwindigkeit) und senden die Werte an eine Bodenstation.

Unterstützt wurde der Wettbewerb vom Weltrauministerium (bmvit), der RUAG Space GmbH und dem TU Space Team. Den zweiten Platz belegten übrigens Maximilian Funk, Christoph Herl, Sebastian Dohnal und Benjamin Graffi vom Team Cone. Belohnt werden sie dafür mit einer exklusiven Führung durch das Werk der Wiener RUAG Space GmbH, Österreichs größtem Weltraumzulieferer.

Der CanSat-Wettbewerb ist teil der Förderung des Nachwuchses für den Bereich Weltraum. Das Bildungsangebot für Schüler*innen aller Schulstufen des Ars Electronica Centers gab den Ausschlag für die Entscheidung der ESA (Europäische Weltraumagentur) die Linzer Institution zur österreichischen ESERO-Einrichtung zu machen (2016). Wichtig war wohl auch das Bemühen um die Vermittlung von Naturwissenschaft und Technik und im speziellen der Faszination für die Weltraumforschung, die in Linz mit gezielter Lehrer*innenfortbildung und mit spezifischen Unterrichtsmaterialien seit Jahren vorangetrieben wird.

 


[su_note note_color=”#f1f1f2″ radius=”8″]2019 feiert die Ars Electronica ihren 40. Geburtstag. Der passende Titel für das Festival im September (5. – 9.) lautet deshalb „Out of the Box – die Midlife-Crises der Digitalen Revolution“. Man darf annehmen, dass es dann weniger um eine Rückschau, sondern wie gewohnt um Zukunftsperspektiven und die moderne technologisch-ökonomische Welt gehen wird. Und das Ganze von einem künstlerisch-wissenschaftlichen Blickpunkt aus.[/su_note]

Ars Electronica Festival

Das Ars Electronica Festival findet 2019 vom 5. bis 9. September statt. © Ars Electronica Center

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