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Toyota optimiert humanoiden Roboter

von redaktion

Die Roboterabteilung von Toyota arbeitet an der Entwicklung von Robotern, um Menschen bei unterschiedlichen Gelegenheiten und Situationen zu unterstützen. Die unter dem Begriff „Partner Robot“ zusammengefassten Technologien können Aufgaben in den Bereichen Rehabilitation und Pflege erfüllen oder sind einfach als witziger Gesellschafter einsetzbar. Der Human Support Robot zum Beispiel kann Objekte aufheben und transportieren, soll in Zukunft aber auch komplexere Aufgaben wie Gesundheitsmanagement oder vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen übernehmen können. Derzeit laufen Tests in realen Umgebungen – etwa einer Betreuungseinrichtung für ältere Menschen oder in Wohnungen von Menschen mit Behinderung.

Am oberen Ende der Roboter-Innovationen von Toyota steht der T-HR3, ein humanoider Roboter. Die dritte Generation, die 2017 erstmals vorgestellt wurde, lässt sich mittels Master Maneuvering System durch menschliche Bewegungen steuern. Das heißt, der Operator befindet sich in einem Anzug, der mit dem T-HR3 verbunden und synchronisiert ist. Dadurch kann der Roboter jede Bewegung des Operators exakt nachmachen. Die Roboter-Experten von Toyota arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen, wie zum Beispiel der Optimierung der Fingerfertigkeit. Neue Sensoren steuern die Finger einzeln an und geben eine entsprechende Rückmeldung an den Operator, wodurch sich beispielsweise auch kleine Gegenstände wie Münzen aufsammeln lassen. Insgesamt werden die Bewegungen immer natürlicher – menschenähnlicher. Verantwortlich dafür ist die „Cr-N Alloy Thin-film-based Torque Sensor“-Technologie mit integrierten Motoren und Reduktionsgetriebe. Die Torque Servo-Module sind an allen Gelenken des Roboters als auch am Steuerungssystem installiert.

Dadurch, dass der T-HR3 aus der Ferne bedient werden kann, ist er für eine Reihe von Tätigkeiten prädestiniert, die über reine Haushalts- , Pflege- oder Kinderbetreuungsaufgaben hinausgehen. So kann er im Bau, für medizinische Diagnosen oder in extrem gefährlichen und lebensfeindlichen Gebieten wie nach Katastrophen oder auch im Weltraum eingesetzt werden. Doch das ist Zukunftsmusik. Weit realer ist die Beteiligung Toyotas an den Olympischen Spielen 2020, wo unter anderem der Maskottchen-Roboter präsentiert werden wird. Beide – sowohl der große T-HR3 als auch die kleinen Maskottchen können bereits in wenigen Tagen während der International Robot Exhibition in Tokio begutachtet werden (18. – 21. Dezember 2019).


 

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