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Circular Design Installation im SPACE10 Dehli

von Markus Schraml
Interdependence SPACE10 Dehli

Im November eröffnete der SPACE10 Dehli im Chhatarpur Dhan Mill Komplex im Süden der indischen Metropole. Es ist die erste ständige Dependance des Forschungs- und Designlaboratoriums von IKEA außerhalb Kopenhagens und soll ein Ort für junge Künstler, Kreative und Designstudios sein. Eine der ersten Aktivitäten in den neuen Räumlichkeiten kommt von Akanksha Deo Sharma, Künstlerin und IKEA-Designerin, die eine Installation zum Thema Circular Design mit dem Titel „Interdependence“ im SPACE10 Dehli kreiert hat. „Design ist eines der wichtigsten Werkzeuge, das wir haben, um Verhaltensänderungen anzusprechen und nachhaltigere Wege in die Zukunft aufzuzeigen“, sagt Sharma. Die Installation besteht aus sechs Stoffbahnen, die vom Plafond hängen und aus recycelten Textilien bestehen. Hergestellt wurden sie mit traditionellen indischen Handwerkstechniken. Das Projekt kombiniert diese Techniken mit einem Circular Design-Ansatz und kann als Manifestation der Kernziele von SPACE10 Dehli angesehen werden – nämlich von Indien zu lernen. „Diese Stadt und die Zeiten, in denen wir leben, sind der Grund dafür, warum im Zentrum dieses Projekts, die Themen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit stehen“, betont Sharma. Dehli ist eine jener Städte, die weltweit am stärksten unter der Luftverschmutzung zu leiden haben. verschmutzen Städte. Laut einer Auflistung der WHO aus 2015 führt Dehli sogar in diesem Negativ-Ranking.

Für die Installation im SPACE10 wurden übrig gebliebene Stoffe des lokalen Modehauses 11.11/eleven eleven verwendet. Vier der Stoffbahnen wurden nach Entwürfen von Sharma aus größeren Stücken wiedergewonnener Baumwollseide, Khadi-Baumwolle und Musselin gefertigt. Für die anderen beiden Bahnen wurden kleinere Stücke Habuthai-Seide mit Musselin beklebt. „Eine Stoffbahn wurde mit Bandhani gemacht, einer in Gujarat und Rajasthan üblichen Art des Bindens und Färbens. Blau ist die dominante Farbe dieser Arbeit, aufgrund der natürlichen Indigofärbung. Sie wird mit Rosa- und Weißtönen akzentuiert“, erklärt Sharma. Die Designerin arbeitete intensiv mit indischen Handwerkern im Laufe ihrer Ausbildung zusammen. Das führte zu ihrem Bestreben Handwerkskunst in die Prozesse der Massenproduktion zu integrieren. Am Beginn ihrer Arbeit an der Installation stand die Frage, welche Emotionen sollten in diesem Raum vermittelt werden. Schnell war klar, dass es eine warme Atmosphäre, die auf die Aktivitäten im SPACE10 neugierig machen würde, sein müsste. Ebenso spielte die Situation der Stadt Dehli eine Rolle. „Heute in Dehli zu leben, ist ziemlich schwierig. Die Bewohner haben keinerlei Verbindung zur Natur. Sie kennen keinen klaren blauen Himmel. Also habe ich einen geschaffen“, erklärt Sharma. Der Titel „Interdependence“ bezieht sich auf die gegenseitigen Abhängigkeiten sowohl der Menschen untereinander als auch im Hinblick auf die Welt, in der alle leben.

Akanksha Deo Sharma ist In-House Designerin bei IKEA und eine der Gestalterinnen, die für die Kollektion „FÖRÄNDRING“ verantwortlich zeichnen. Diese Serie entstand aus der IKEA-Initiative zur Herstellung von Rohmaterial aus Reisstroh, einem extrem luftverschmutzenden Nebenprodukt der Reisernte in Indien, das verbrannt wird. Sharma wurde in die Liste von Vogue India „People under 26 you need to know about“ aufgenommen.

SPACE10 Dehli

Für das Interieur des SPACE10 Dehli wurde mit lokalen Partnern zusammengearbeitet, indische Materialien verwendet und auf indische Handwerkskünste zurückgegriffen. Kaave Pour, Managing Director von SPACE10: „Wir wollen dort sein, wo die Zukunft ist. Indien hat eine junge, gut ausgebildete und technik-affine Bevölkerung und wird bald das bevölkerungsreichste Land der Welt sein, mit einem Fünftel der Jugendlichen auf diesem Globus. Indien ist auch eines der unterschiedlichsten Länder und hat die am schnellsten wachsende Wirtschaft. Deshalb halten wir Indien für extrem inspirierend und den idealen Ort, um im Bereich Nachhaltigkeit zu forschen und die Skalierbarkeit von Lösungen auszuloten, die reale Probleme von realen Menschen betreffen.“

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