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Designentwicklung des Braun-Stabmixers

von Markus Schraml
Braun Stabmixer

Gegenstände, die oft verwendet werden, müssen besonders sorgfältig designt sein, um den Alltag zu erleichtern und gleichzeitig ein wenig erfreulicher zu machen. Braun ist ein Vorreiter im funktionellen Design von Haushaltsgeräten und hat unter dem Einfluss von Dieter Rams den bedingungslosen praktischen Nutzen mit reduzierter Gestaltung verbunden. Damit wurde Braun zu einem Vorbild für eine Ästhetik, die Schönheit, Detailgenauigkeit und Praktikabilität auf innovative Weise miteinander verknüpft. Die 10 Designregeln von Rams kamen auch bei der Gestaltung des ersten Stabmixers von Braun zur Anwendung. Zwar waren sie 1966 noch nicht ausformuliert, aber ohne Zweifel schon in der Praxis vorhanden. Der deutsche Traditionshersteller ist seit Jahren Marktführer im Stabmixer-Segment und hat dieses Küchenutensil seit Mitte der 1960er Jahre mehrfach entscheidend weiterentwickelt.

Was macht den Stabmixer so unverzichtbar und einzigartig in der Küchenlandschaft? Sicher – es gibt Küchenmaschinen, die mehr drauf haben, aber 1. bot Braun bereits in einer frühen Entwicklungsphase vielerlei Zubehör an, das den klassischen Mixfuß ergänzte und 2. ist dieses Gerät so wunderbar handlich und flexibel, dass es für kreative Köche*innen zu einem wahren Zauberstab wird. Heutzutage wird mit dem Stabmixer nicht nur püriert, sondern er wird auch zur Zubereitung von Smoothies, Dips, Suppen oder Eiskreationen eingesetzt. Wichtig dabei sind die zahlreichen Innovationen von Braun: So kann mithilfe kleiner Knöpfe am Griff des Stabmixers der Pürierfuß mit einem Klick abgenommen (EasyClick Plus System) und gegen Zubehör ausgetauscht werden. Der Stabmixer verwandelt sich so in einen Schneebesen, Kartoffelstampfer, Zerkleinerer in verschiedenen Größen bis hin zu einer Küchenmaschine im Miniformat, die schneidet, knetet oder raspelt. Neueste Erfindung ist der Spiralschneider, mit dem sich Gemüsenudeln zubereiten lassen.

Aktuell verkauft Braun weltweit rund drei Millionen Stabmixer im Jahr. „Maximale Reduktion, Einfachheit in der Bedienung, klare Linien, Symmetrie und ikonische Formen der Bedienelemente – all das verschmilzt mit dem Know-how unserer Ingenieure“, erklärt Chefdesigner Duy Phong Vu. Besonders im Hinblick auf die Handhabung entwickelten die Designer und Ingenieure von Braun den Stabmixer weiter: So wurde die Ergonomie des Geräts kontinuierlich verbessert, sodass es optimal in der Hand liegt. Durch eine raffinierte Kombination von glattem Kunststoff und rutschfesten Gummierungen sorgen die Oberflächenübergänge für mehr Griffsicherheit.

Im TOP-Produkt des Segments steht die „SmartSpeed-Technologie“ zur Verfügung. Das ist die stufenlose Geschwindigkeitsanpassung. Das Tempo des Geräts wird wie mit dem Gaspedal eines Autos reguliert – vom langsamen „Anfahren“ über das kräftige Beschleunigen bis hin zur einfühlsamen Reduzierung der Geschwindigkeit. Oder die 2016 eingeführte ActiveBlade Technologie. Dabei bewegt sich der Mixfuß auf- und ab und erzeugt dadurch um 250 % mehr Schneidfläche. „Auch der Mixfuß zeigt, wie Design und Technologie zur Einheit verschmelzen. Die geschwungene Gestaltung und die Abrundungen, kombiniert mit den sechs Aussparungen, sorgen unter anderem dafür, dass der Fuß – selbst, wenn er während des Pürierprozesses zum Beispiel aus der heißen Suppe gezogen wird – kaum bis gar keine Spritzer verursacht. So unterstützt das Design die Funktion“, erläutert Duy Phong Vu. Zusätzlich sorgt die innovative Form des Fußes für eine stärkere Strömungsbildung, die die Lebensmittel nach innen zieht. Schließlich bewirkt die PowerBell Plus Technologie, dass durch eine zusätzliche Mahlklinge auf den Püriermessern noch feinere Pürierergebnisse erzielt werden können, weil dadurch mehr Schnitte pro Rotation erfolgen.

Die Erfindung des Stabmixers stammt übrigens von Roger Perrinjaquet. Der Schweizer meldete das tragbare Küchengerät“ 1950 zum Patent an. Vier Jahre später verkaufte er die Rechte an die ESGE AG. Heute werden Stabmixer über die Marken bamix und ESGE Zauberstab vertrieben.


 

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