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Die Sounddesigner der Battista Klangsignatur

von Uwe Prenner

Das rein elektrische GT-Hypercar „Battista“ von Automobili Pininfarina begeistert nicht nur durch sein visuelles Erscheinungsbild und einer Beschleunigung in unter zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Entwickler sorgten auch für einen ganz eigenen Sound. Das Klangkonzept „Suono Puro“ basiert auf dem Sound der vier Elektromotoren des Fahrzeugs und soll einen emotional positiven Effekt auf die Nutzer haben.

Im Motorleerlauf liegt die Schallfrequenz des Battista bei 54 Hz (drei Oktaven unter 432 Hz) und bildet den klaren und vollen Grundton der Klangsignatur. Der reine Klang dieser Frequenz kann durch ihren Effekt auf Wasser visualisiert werden, wobei organisch-symmetrische Wellenbewegungen entstehen. Für dieses Klangerlebnis zeichnen die Soundexperten Garry Lane (Automobili Pininfarina NVH und Sound Managing Engineer) sowie Tom Huber (Gründer und CEO von Novo Sonic) verantwortlich. „Die Klangsignatur sollte sämtliche Aspekte der Markenwahrnehmung von Automobili Pininfarina umfassen und sich nicht nur auf das Produkt selbst beziehen. Bei der Stimme von Battista lösen insbesondere die kraftvollen Klänge des Antriebsstrangs Gänsehaut aus. Der Gesamteindruck der Harmonien soll Emotionen und Authentizität vermitteln“, erläutert Huber.

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Der Klang des Elektro-Zeitalters

Das Markenerlebnis in einen Sound zu übertragen, war denn auch die größte Herausforderung des Projekts: „Wir wollten sicherstellen, dass der Battista gleich beim ersten Eindruck unverwechselbar ist − die Menschen sollten ihn bereits am Klang erkennen, noch bevor sie ihn sehen und den rein elektrischen Antrieb spüren können“, sagt Gary Lane und Tom Huber ergänzt: „Die Herausforderung bestand darin, eine Klanglandschaft zu erschaffen, die ein Geräusch, das viele Menschen noch nie gehört haben, mit Emotionen belebt: den Klang eines Elektromotors. Wir gingen das Problem ganz direkt an und wollten zeigen, dass auch der natürliche, reine Elektrosound wunderschön und wohltuend klingen kann.“

Die Sounddesigner: Tom Huber (Novo Sonic) und Gary Lane, Sound-Ingenieur bei Automobili Pininfarina. Foto © Davide De Martis

Designlinie – Klanglinie

Die Soundentwicklung im Studio begann damit, dass die Sounddesigner die Designsprache von Luca Borgogno, dem Chief of Design der Marke, auf ein Notenblatt übertrugen. Dies wurde dann in den Sound des Battista übersetzt, mit der Frequenz 54 Hz als markantem Grundton, der stets präsent ist und eine harmonische Verbindung zwischen Leistung und Wohlbefinden herstellen soll. Um auf diese Art eine „Klanglinie“ von Automobili Pininfarina zu erschaffen, musste eine eigene Software geschrieben werden. „Wir arbeiteten an dieser speziellen Softwarelösung, um höchste Soundqualität zu gewährleisten. Umgesetzt wurde das Konzept mithilfe eines neu konstruierten, individuell einstellbaren Synthesizers, der auf verschiedenste Fahrzeugdaten reagiert, die vom Fahrer selbst erzeugt werden: von Geschwindigkeits- und Drehmomentprofilen für den Antriebsstrang bis zur Lenkungssteuerung. Zwölf speziell entwickelte Außen- und Innenlautsprecher, entwickelt von Naim Audio, erwecken die harmonische Klangwelt zum Leben“, erklärt Lane.

Ein perfekt abgestimmtes Instrument

Neben der technischen Umsetzung wurde auch intensive Recherchearbeit durchgeführt, um genau zu verstehen, wie die Menschen die Marke wahrnehmen. Das Endergebnis ist ein klarer, reiner Sound, der ganzheitlich auf 432 Hz abgestimmt ist. Die davon abgeleitete Grundfrequenz von 54 Hz transportiert auf gefühlvolle Weise die immense Leistung des Fahrzeugs und schafft eine organische, authentische Kulisse. Tom Huber: „Der futuristische Sound des Battista ist einzigartig und neu, mit einem positiven emotionalen Effekt auf all jene, die ihn erleben dürfen. In dieser Hinsicht kann der Battista als hervorragend konstruiertes und perfekt abgestimmtes Instrument betrachtet werden, dirigiert vom Fahrer, der die Entstehung seines Battista-Sounds je nach Fahrweise in Echtzeit beeinflusst.“

Hier ein Video, in dem Nick Heidfeld zeigt, was dieser GT-Supersportwagen leistet:


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