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E-Bus-Sound der Zukunft – Studentenwettbewerb

von redaktion
Sounddesign E-Busse, Foto Pixabay

Der deutsche ÖPNV-Branchenverband VDV hat das auf Sounddesign spezialisierte FOAM Institute beauftragt, einen studentischen Wettbewerb zu organisieren, dessen Ziel es ist, einen einheitlichen Sound für den Fahrzeuggeräusch-Generator (Acoustic Vehicle Alerting System, AVAS) für alle E-Busse in Deutschland zu entwickeln, zu produzieren und einzuführen.

„Wir brauchen einen charakteristischen Marken-Klang für unsere neuen Busse, der unverkennbar außerhalb der Fahrzeuge – also zum Beispiel bei der Anfahrt von Haltestellen – gehört werden kann, um den EU-Vorgaben zu genügen“, sagt VDV-Vizepräsident Werner Overkamp. „Die Hersteller bieten dazu erste Lösungen an – aber wir wollen einen Schritt weitergehen: Einen akustischen Industriestandard setzen, der von den Fahrgästen als angenehm, modern und funktional empfunden wird und die nötigen Sicherheitsanforderungen für Geräusche im Straßenverkehr erfüllt. Das Projekt kann auch über Deutschland hinaus eine gewisse Vorbildfunktion entwickeln, mit einem einheitlichen E-Bus-Sound ‚Made in Germany‘.“ Student*innen in Deutschland sind aufgerufen, am Wettbewerb teilzunehmen und kreative Ideen für den Sound der Städte der Zukunft einzureichen.

Vorgabe der EU für mehr Verkehrssicherheit

Mit der Einführung von batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Elektrobussen im ÖPNV werden die Lärmemissionen des Fahrzeuges während der Fahrt verändert und vor allem vermindert. Das typische Geräusch eines Verbrennungsmotors im Bus entfällt, während die Lüfter-Geräusche der Klimaanlage, das Summen der Hochvolttechnik und die Rollreibung der Reifen hervortreten. Die Sicherheitserfordernisse für alle anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Fußgängern oder Radfahrern oder seh- und hörbehinderten Menschen können jedoch beeinträchtigt werden. Eine Jury aus unterschiedlichsten Interessensgruppen, mit Fahrgast- und Behindertenverbänden sowie Verkehrsunternehmen und Industrie wird den Sieger-Sound auswählen und die Gewinner des dafür ins Leben gerufene Projekts „Soundscape“ im Rahmen der E-Bus-Konferenz des VDV am 3. März in Berlin küren.

Sounddesign für E-Busse in den Kinderschuhen

Professor Sebastian Waschulewski vom FOAM Institute weiß: „Im Gegensatz zum Pkw ist die Bus-Industrie beim Sounddesign noch nicht tiefgreifend tätig geworden, um eine branchenspezifische sowie angenehmere Geräuschkulisse auch in Bezug auf die Sicherheit im Straßenverkehr zu erzeugen. Es gibt dementsprechend noch keinen Standardsound für E-Busse.“ Dem Wettbewerb gingen eine Marktrecherche und zahlreiche Interviews voraus. Der E-Bus-Ton der Zukunft soll möglichst unverwechselbar sein: „Wir sprechen hier über eine einzigartige akustische Identität für den E-Bus, mit Attributen von umweltfreundlich und modern bis hin zu komfortabel und entspannt“, erläutert Waschulewski.

Die Gewinner des Wettbewerbs können sich über Sachpreise im Gesamtwert von über 4.500 Euro freuen und haben die Möglichkeit, bei der Entwicklung und Umsetzung des neuen deutschen E-Bus-Sounds mit den Experten des FOAM Institute, des VDV und dem VDV-Industrieforum zusammenzuarbeiten. Weitere Informationen zum Projekt „Soundscape“ und die Teilnahmebedingungen sind hier abrufbar. Die VDV-Elektrobuskonferenz und die Fachmesse ElekBu finden am 2. und 3. März 2022 in Berlin statt.


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