Home Architecture Einfach effiziente Lichtlösungen – VELUX Award 2022

Einfach effiziente Lichtlösungen – VELUX Award 2022

von Markus Schraml

Die beiden Gewinner des International VELUX Award 2022 für Architekturstudenten stehen fest. Ausgezeichnet wurden die Projekte „TIP: Time Indicate Protection“ von Zuzanna Sazonow und Aleksandra Pytka (Polen) sowie „FLight“ von Sajjad Navidi, Mahya Mousavi Sadr und Elham Bahadori (Iran).

Die renommierte Jury kürte die globalen Sieger nach Live-Präsentationen der 9 regionalen Gewinner beim World Architecture Festival in Lissabon am 2. Dezember. Die 10 Finalisten aus 9 Ländern wurden aus 507 Tageslichtprojekten ausgewählt, die von Studenten aus 211 Architekturschulen in 63 Ländern eingereicht worden waren.

Gewinner „Daylight in Buildings“

Das Projekt von Zuzanna Sazonow und Aleksandra Pytka vom Politechnika Poznańska schlägt ein modulares Beschattungssystem zur Anpassung von bestehenden Mehrfamilienwohngebäuden vor. Die Struktur wurde so konzipiert, dass sie den Innenraum vor Überhitzung schützt, aber gleichzeitig natürliches Tageslicht hereinlässt. Der Jury gefiel daran besonders gut, dass mit dieser Idee die Fassade eines bestehenden Gebäudes nicht nur funktioneller, sondern auch schöner wird. Außerdem seien Probleme wie Blendung und Hitze in städtischen Gebäuden besonders aktuell. „Wir denken, es ist eine sehr direkte, unkomplizierte Lösung für die Restaurierung von Gebäuden, die nicht nur auf ein einzelnes Land oder Gebäude angewendet werden kann, sondern auf die ganze Welt“, urteilt Jurymitglied Fuensanta Nieto. „Mit diesem Projekt können Gebäude zum Besseren verändert und modifiziert werden. Es greift alle Elemente, um die es in der Architektur geht, auf: Nachhaltigkeit, natürliches Licht, Materialität und die wirkliche Veränderung von Gebäuden und der Stadt zum Besseren“, sagt die Mitgründerin des spanischen Architekturbüros Nieto Sobejano Arquitectos.

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Gewinner “Daylight Investigations”

Sajjad Navidi, Mahya Mousavi Sadr, Elham Bahadori von der Kunstuniversität in Teheran haben mit ihrem Projekt „FLight“ Antworten auf Fragen zum Thema Flucht und Krieg, insbesondere im räumlichen Kontext von Flüchtlingslagern gegeben. Die Studenten legten den Fokus auf die Kinder und schufen ein Outdoor-Spiel und eine Lichtquelle. Dieses einfache, aber effektive Gerät vermittelt sowohl ein Gefühl von Sicherheit als auch dringend benötigte Freude in einer schwierigen Situation. Die Jury war von dem Projekt wegen seiner Einfachheit begeistert, aber auch wegen der Art und Weise, wie es ein schreckliches Problem auf poetische und fröhliche Weise angeht.

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Mit „FLight“ wird ein sehr einfaches Gerät für eine breite Anwendung vorgeschlagen, um Spaß, Freude und Spiel in das Leben von Kindern zu bringen, besonders von Kindern, die in Nachkriegssituationen aufwachsen müssen. Wir schätzen dieses bescheidene, einfache Projekt sehr. Es ist sehr praktikabel und macht Spaß“, kommentiert Jurymitglied Anupama Kundoo.

Die beiden Gewinnerprojekte erhalten jeweils 5000 Euro Preisgeld. 4000 für die Studenten und 1000 für die beteiligten Lehrer.

Mehr Informationen zu den globalen als auch regionalen Gewinnern gibt es hier.


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