Home Design Minimaler Materialeinsatz, maximaler Komfort: Sheru von EOOS

Minimaler Materialeinsatz, maximaler Komfort: Sheru von EOOS

von Markus Schraml

Die Aufgabe: Einen Polsterstuhl mit möglichst wenig Material entwerfen, der gleichzeitig viel Komfort bietet. Der Weg: Walter Knoll und EOOS dachten den Schalenstuhl völlig neu und schufen eine Sitzschale mit versteckten Öffnungen in Sitz und Rücken. Das Ergebnis: ein wahrhaft nachhaltiger Stuhl, der zeitlose Eleganz mit innovativer Konstruktion verbindet. Der Sheru chAIR sowie sein tiefergelegter Partner Sheru armchAIR entstanden in einem langen Entwicklungsprozess. Basierend auf dem enormen Vertrauen zwischen Auftraggeber Walter Knoll und dem Wiener Designstudio EOOS, das im Lauf der jahrelangen Zusammenarbeit entstanden ist, wurde ein atmungsaktiver Schalensessel entworfen, der durch die sogenannte chAIR-Technologie Sitzkomfort mit Belüftung bietet.

Modellreihe Sheru brilliert durch ihre Vielfalt in der Kombination von Materialien und Formen. © Walter Knoll

Das Team um Gernot Bohmann und Martin Bergmann von EOOS beschäftigte sich im Entwicklungsprozess vor allem mit der Frage des Zuschnitts. Monatelang wurden verschiedene Zuschnitte ausprobiert und getestet. Schließlich entstand eine Schnitttechnik, die schon aufgrund ihrer Konstruktion ergonomischen Komfort bietet und Raum schafft für unterschiedliche Befestigungen und vor allem für Belüftung. Die Innovation der chAIR-Technologie steckt in der Sitzschale mit ihren versteckten Öffnungen. Im Sitzbereich sind in diesen Öffnungen Bänder Palmenblatt-förmig angeordnet. So entsteht ein federndes Sitzgefühl. Weitere Schwerpunkte waren die Lebensdauer sowie die Nachhaltigkeit des neuen Sitzmöbels. Der Bezug wird mit Clips. Reißverschluss und Klettband an der Schale befestigt und ist dadurch leicht auszutauschen. Dies bewirkt auch, dass sich die Materialien nach dem Lebenszyklus (der sehr lange dauert) problemlos voneinander trennen und in den Kreislauf rückführen lassen.

Im Video sprechen Markus Benz (CEO Walter Knoll) sowie Martin Bergmann und Gernot Bohmann von EOOS ausführlich über ihre Ideen und Arbeit an Sheru.


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