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natuREbuilt unterstützt ökologisches Bauen

von Markus Schraml
natuRebuilt

Mit dem Innovationsnetzwerk natuREbuilt ging vor Kurzem ein Projekt an den Start, durch das dem Bauen mit Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen mehr Gewicht und Praxistauglichkeit mitgegeben werden soll. In den nächsten 30 Monaten sollen dazu Baustoffe aus nachwachsenden Materialien und deren Konstruktion auf ihre bauphysikalischen und lebenszyklischen Eigenschaften geprüft werden. Die Projektpartner*innen wollen so ein neues Planungsinstrument für ökologisches Bauen erstellen.

Ziel ist es, dass in der Bauwirtschaft vermehrt derartige Stoffe eingesetzt werden, um ressourceneffizientes Bauen im großen Maßstab möglich zu machen. Denn obwohl das Bauen mit nachwachsenden Baustoffen immer wichtiger wird, gibt es bei der Verwendung von Holzfaserwerkstoffen, Hanf, Stroh, Lehm, Kalk, Schafwolle etc. Informationsdefizite. Dieses fehlende Fachwissen über konstruktive Details und Kombinationsmöglichkeiten hält Bauherren und Planer*innen oft davon ab, ökologische Materialien und Komponenten stärker einzusetzen.

natuREbuilt will Barrieren abbauen

Das Netzwerk besteht aus 18 Projektpartner*innen aus Forschung, Planung und Wirtschaft. „Das Besondere ist, dass wir in so einem breiten Konsortium aus Wissenschafter*innen und aller im Baubereich involvierten Praktiker*innen ein Planungsinstrument für ökologische Konstruktionen erstellen “, erläutert Univ.-Prof. Azra Korjenic, Leiterin des Forschungsbereichs Ökologische Bautechnologien an der TU Wien und zugleich Projektleiterin von natuREbuilt die Vorteile dieser neuen Zusammenarbeit.

In den nächsten zweieinhalb Jahren soll nun der Einsatz von ökologischen Materialien im mehrgeschossigen Neubau und in der Sanierung geprüft werden. Herauskommen sollen funktionsfähige, resiliente Konstruktionen, die in weiterer Folge BIM-tauglich digitalisiert werden und damit eine breite Anwendung in der Bauwirtschaft ermöglichen.

Der Baubereich ist ein Wirtschaftssektor mit einem überaus hohen Energieverbrauch für Herstellung und Transport von Bauprodukten und Konstruktionen. Dazu kommt noch die Baurestmassenproblematik. „Nur durch die Verwendung von ökologischen Materialien kann die Umweltbelastung während der Erzeugung, der Nutzungsphase aber auch künftig beim Recycling auf das Minimum reduziert werden“, erklärt Korjenic.

Projektpartner ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich konzipierte das Projekt gemeinsam mit den Unternehmens- und Wissenschaftspartner*innen. Gefördert wird natuREbuilt aus Mitteln des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort im FFG-Programm COIN, das die Innovationsfähigkeit insbesondere von KMU gezielt stärkt.

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Die Projektpartner*innen

• Forschungsbereich Ökologische Bautechnologien, TU Wien

• DI Heinz Geza Ambrozy

• DPM Holzdesign

• ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH

• GrAT – Gruppe Angepasste Technologien

• Hirschmugl KG

• IBO – Österreichisches Institut für Baubiologie und –ökologie

• inndata Datentechnik GmbH

• Kanzian Communication

• Kardea GmbH

• MADAME Architects ZT GmbH

• MAGK Architekten aichholzer | klein ZT-OG

• Raiffeisen Lagerhaus Zwettl

• Sonnenklee GmbH

• Stauss Perlite GmbH

• Strahammer. Die Holzbau GmbH

• Unternehmensberatung Rudolf Exel

• Vinzenz Harrer GmbH


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