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Volvo Cars und Göteborg testen Stadt der Zukunft

von Markus Schraml
Volvo Cars, Green Zone Gothenburg

Mit der sogenannten Green Zone-Initiative will der schwedische Automobilhersteller Volvo in seiner Heimstadt Göteborg ein reales Testlabor für klimaneutrale Mobilität im urbanen Raum errichten. Es geht darum, eine Zone zu schaffen, in der verschiedene nachhaltige Technologien und Dienstleistungen in den Bereichen Elektrifizierung, Shared Mobility, automatisiertes Fahren, Konnektivität und Sicherheit in einer echten Stadt erprobt werden können. Denn nach Meinung von Volvo Cars mangelt es nicht an klimafreundlichen, intelligenten Techniken, sondern an der Fähigkeit, diese auch umzusetzen. Die Verwirklichung einer emissionsfreien Stadt erfordere deshalb die tiefgreifende Zusammenarbeit aller Beteiligter.

„Im Wesentlichen initiieren wir ein Projekt, das die Anzahl der Autos in der Stadt begrenzen soll, was ganz im Sinne unseres Unternehmens ist“, sagt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars. „Das beweist bereits unsere Investition in den Shared-Mobility-Service M, der mithilfe von künstlicher Intelligenz die Effizienz und Auslastung verbessern soll. Wir wollen die Städte der Zukunft mitgestalten und sie lebenswert halten. Diese Initiative gibt uns die Möglichkeit dazu; gleichzeitig können wir Verantwortung in unserer Heimatstadt übernehmen.“ Bereits im vergangenen Jahr hat der Mobilitätsdienst M mittels künstlicher Intelligenz nachweislich Staus reduziert und Emissionen in Göteborg gesenkt. Ein Auto von M ersetzt zudem durchschnittlich acht private Fahrzeuge in der Stadt. Ähnlich wie die Stadt Göteborg verfolgt auch Volvo Cars das Ziel, seinen CO2-Fußabdruck kontinuierlich zu reduzieren und spätestens im Jahr 2040 ein klimaneutrales Unternehmen zu sein.

In der „Gothenburg Green City Zone“, die noch dieses Frühjahr starten soll, werden unter anderem Robotaxis zum Einsatz kommen. Getestet werden sollen auch sogenannte Geo-Lösungen und Dienste, die sicherstellen, dass Autos in der grünen Zone ausschließlich im Elektromodus unterwegs sind (eine Erinnerung an die falsche Nutzungspraxis von Plug-in Hybrid Autos) und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Das Thema Sicherheit hat bei Volvo Vorrang, deshalb wird in der „Grünen Zone“ auch die Verkehrsinfrastruktur so modifiziert, dass sie sich mit den Sicherheitsfunktionen in Fahrzeugen verbinden kann. Weitere Beispiele sind vollelektrische Mobilitätsknotenpunkte sowie ein komplettes, einfach zu bedienendes Ladenetzwerk für Elektroautos.

„Wir wollen unser Wissen und unsere Technik nutzen, um eine Stadt der Zukunft zu schaffen, die elektrifiziert, vernetzt und klimaneutral ist und gemeinsam genutzt wird“, betont Henrik Green, Chief Technology Officer (CTO) bei Volvo Cars. „Indem wir neue Techniken und Dienstleistungen in einer realen Umgebung testen, können wir zeigen, dass diese überall realisierbar sind.“ Göteborg und Volvo verfolgen dasselbe Ziel, klimaneutral zu werden. So soll der CO2-Fußabdruck pro Fahrzeug um 40 % sinken. Außerdem sollen bis 2025 50 % des weltweiten Absatzes auf vollelektrische Fahrzeuge entfallen, der Rest auf Hybride. In diesem Zusammenhang kündigte Volvo an, die Produktionskapazitäten für E-Autos im belgischen Werk Gent verdreifachen zu wollen. Darüber hinaus wird eine 25-prozentige Reduzierung der CO2-Emissionen im gesamten Geschäftsbetrieb angestrebt – inklusive Produktion und Logistik.


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