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Die Uhr aus Gotham City

von Markus Schraml
UR-105 CT „Kryptonite“

Die neueste URWERK-Kreation, die UR-105 CT „Kryptonite“, scheint aus dem DC-Comics-Universum emporgestiegen zu sein. Intensiv grün leuchtendes SuperLuminova weist dem Superhelden hier den Weg. Wobei die nächtliche Erscheinung eher an Batman denn an Superman erinnert, der ja auch mit diesem Mineral ein kleines Problem hätte.

„Die Farbkombination ist perfekt und der Kontrast zwischen dem matten Gehäuse mit AlTiN-Beschichtung und der Phosphoreszenz der Ziffern überraschend intensiv“.

Martin Frei, Mitbegründer und künstlerischer Leiter von URWERK

Die UR-105 CT „Kryptonite“ besitzt nicht nur eine fast magnetische Attraktivität, sondern hat auch haptische Qualitäten, so wie sie sich in die Handinnenfläche schmiegt. Die Form besteht aus einem Achteck mit tiefen Rillen auf der gesamten Länge, was ihr einen kantig-geometrischen Look verleiht. Um den Mechanismus der UR-105 CT zu entdecken, muss der Schieber betätigt werden. Es handelt sich um eine Satellitenstunde auf der Basis eines skelettierten Karussells. Dieses umschließt die vier für die Stundenanzeige notwendigen Träger. Die Satelliten besitzen je drei Indexe und bewegen sich für eine analytische und digitale Zeitanzeige einer nach dem anderen entlang der Minutenskala. Diese Uhr hat also zwei Gesichter: Ist sie geschlossen, präsentiert sie sich sehr schlicht nur mit Zeitanzeige. Geöffnet versprüht sie eine vielfältige, metallisch kühle Atmosphäre.

„Beim Entwerfen dachte ich an das Empire State Building, das Chrysler Building und das Comcast-Gebäude, aber mit einem etwas düstereren Charakter, der eher an eine Atmosphäre à la Gotham City erinnert“.

Martin Frei

Die Anzeigen auf dem Zifferblatt werden durch eine Gangreserve und eine digitale Sekunde ergänzt. Auf der Rückseite steuern zwei Turbinen das Aufzugssystem der Uhr. Die Einstellung erfolgt über einen Hebel. In der Stellung „FULL“ wird jede Bewegung für den Aufzug der Federhausfeder genutzt. Im Modus „STOP“ ist der Automatikaufzug ausgeschaltet, und die UR-105 muss von Hand über die Krone aufgezogen werden. In der Zwischenposition „RED“ (für reduced) ist der Aufzug gedämpft, sodass eine übermäßige Spannung der Federhausfeder vermieden wird.

Die UR-105 CT „Kryptonite“
Die UR-105 CT „Kryptonite“ bei Tageslicht. © URWERK
Bei Dunkelheit gewinnt die „Kryptonite“ erheblich an Coolness. © URWERK

Der Ursprung der „Kryptonite“

Das Faible von Felix Baumgartner und Martin Frei für SuperLuminova kommt nicht von ungefähr, sondern ist eine Verbeugung vor der Nachtlichtuhr der Gebrüder Campani. Dazu gibt es die Legende, wonach der Papst im 17. Jahrhundert bei den Gebrüdern Campani eine besondere Pendeluhr bestellte, auf der er die Uhrzeit auch nachts in der Dunkelheit ablesen könne, um die Gebetszeiten nicht zu verpassen. Die Uhr durfte keinerlei Geräusche verursachen, um den Schlaf des Heiligen Vaters nicht zu stören, und musste gleichzeitig sofort und leicht ablesbar sein. So bauten die Gebrüder Campani die berühmte Nachtlichtuhr.

„Unser Ziel ist es nicht, die x-te Version einer bekannten Komplikation anzubieten“.

Felix Baumgartner

Bei diesem Uhrentyp sind die Zeiger durch hohle Ziffern ersetzt, und eine im Gehäuse befindliche Kerze beleuchtet die sich im Laufe der Stunden bewegenden Ziffern. Diese Art der Anzeige wurde später vagabundierende Stunde genannt. Das Prinzip war einfach und effizient, kam jedoch nach verschiedenen Bränden aus der Mode. „Mein Vater hatte das Glück, ein solches Modell in seiner Werkstatt zu haben. Ich war fasziniert“, erinnert sich Baumgartner. Die Modelle von URWERK können nach dem gleichen Prinzip in der Nacht abgelesen werden.

 

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