Home Design Austria Urban, individuell, klein – Mikrowohnen in der Stadt

Urban, individuell, klein – Mikrowohnen in der Stadt

von Markus Schraml
TEAM 7

Es gibt zwei Arten des Mikrowohnens: Die einen können sich keine größere Wohnung mehr leisten, weil die städtischen, insbesondere die innerstädtischen Mieten und Preise in den Himmel schießen. Die anderen wollen sich keine größere Wohnung nehmen, weil es sich etwa um einen Zweitwohnsitz fürs Wochenende in der Stadt handelt. In beiden Fällen sind Designer und Interieurprofis dazu aufgerufen raffinierte Wohnkonzepte zu entwickeln, die die individuelle Lebensqualität auch auf geringerem Raum nicht oder kaum schmälern. Das Zauberwort lautet hier wohl: multifunktional.

Margot Schatzl von der Österreichischen Möbelindustrie sieht den Ursprung dieser Entwicklung in der 1990er Jahren in den USA mit dem “Tiny House Movement”. Heutzutage, meint sie, habe sich die Raumaufteilung hierzulande von einer üblichen Mietshausaufteilung hin zu kleineren privaten Räumen entwickelt, wobei diese dann oft in Verbindung mit großen gemeinschaftlich genutzten Bereichen vorzufinden seien. Solche Tendenzen würden sich in gemeinsam genutzten Dachgärten, Bibliotheken oder Lounge- und Essbereichen bereits zeigen. In Zukunft werde sich diese Art des Wohnens auch auf Menschen ausweiten, die kurzfristiger wohnen – wie etwa Studenten oder Pendler.

Multifunktionale Möbel

Wohn-, Koch-, und Essbereich lassen sich je nach Größe in einem einzigen Raum zusammenführen. Damit das klappt, sind flexibel einsetzbare Möbel notwendig. Die gemütliche Schlafcouch für einen Single oder ein offener, aber platzsparender Küchen-, Essbereich für die Familie, wobei die Küche kein reiner Arbeitsbereich mehr ist, wo die Hausfrau still vor sich hinarbeitet, sondern es ist ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. „Neue Lebensräume zu schaffen heißt auch zusätzliche Lebenszeit gewinnen”, meint Margot Schatzl.

Individualität auf kleinem Raum

Beim Wohnen spielt die Individualität eine große Rolle und diese muss auch auf kleinerem Raum nicht verloren gehen. Verschiedene Ausführungen in Farbe und Material ermöglichen es, sich im kleinsten Raum persönlich zu entfalten. Auch Einzelanfertigungen gewinnen bei einer platzsparenden, individuellen Raumgestaltung immer mehr an Bedeutung. Die Flexibilität und Wandelbarkeit der Möbel spielt auf jeden Fall eine Hauptrolle. „Die Zweckhaftigkeit der Möbel erweitert sich, sodass es nicht verwunderlich ist, dass sich das Mobiliar auch in wenigen Handgriffen verpacken und transportieren lässt“, resümiert Schatzl.

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