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Die besten formfaktor-Interviews 2020

von redaktion
Alain Gilles

Einen essenziellen Teil der Berichterstattung bei formfaktor nehmen exklusive Interviews mit Designer*innen und Architekt*innen ein. Sie geben Einblick in die Vorstellungswelten der Kreativen und vermitteln wichtige Aspekte, die auf andere Art nur schwer herauszufinden sind. Im Folgenden haben wir eine Liste mit den besten Interviews des Jahres 2020 zusammengestellt. Viel Vergnügen beim Erinnern und Wiederlesen.

Die kalifornischen Kreativen um Yves Béjar erhielten von The Ocean Cleanup die Aufgabe, das Material aus dem GPGP in ein cooles, begehrenswertes Produkt zu verwandeln, das die Mission dieser Initiative symbolisieren würde und für das Plastikproblem sensibilisieren sollte: eine Sonnenbrille. Yves Béjar und Boyan Slat hoffen, damit eine sehr effektive Produktkategorie gewählt zu haben, um die Qualität und vor allem auch die Schönheit des Materials am besten auszudrücken. Für Nutzer*innen bieten Sonnenbrillen die Möglichkeit, sich zur Mission von The Ocean Cleanup zu bekennen und die Organisation damit zu unterstützen, denn 100 % des Erlöses fließen wiederum in die Reinigung der Meere. formfaktor hat Yves Béjar zum Interview gebeten und dabei mehr über die Hintergründe erfahren, warum die Wahl auf Sonnenbrillen fiel und dass Müll nicht Müll ist, sondern in den Augen des Schweizer Designers eine wertvolle Ressource.


Signe Bindslev Henriksen und Peter Bundgaard Rützou gründeten ihr Designstudio Space Copenhagen 2005. 15 Jahre später leiten sie ein Büro, dass vor allem mit seinen Interieurgestaltungen für Restaurants wie dem berühmten Noma Zeichen setzte. In ihren Arbeiten führen sie das enorme skandinavische und speziell dänische Erbe im Möbeldesign weiter, in dem sie mit jedem neuen Projekt versuchen, eine Balance der Gegensätze zu finden: Industriell und organisch, skulptural und minimal, Licht und Schatten, klassisch und modern. Im formfaktor-Interview sprechen Signe Bindslev Henriksen und Peter Bundgaard Rützou über ihren Designanspruch, ihr Interieur für das neue Le Pristine in Antwerpen und ihre Liebe zur Stadt Kopenhagen.


Der deutsche Designer Sebastian Herkner hat für Fritz Hansen einen neuen Loungesessel entworfen. Der Let™ setzt den erfolgreichen Weg des dänischen Möbelherstellers fort, seine gewohnte handwerkliche Ästhetik in zeitgemäße Designs zu übersetzen. Nun hat Herkner seine unverwechselbare Formensprache mit der DNA Fritz Hansens verwoben und ein Möbel geschaffen, das leicht und gleichzeitig komfortabel ist. Hier zeigt sich eine weitere Überwindung des Dogmas der Reduktion mittels geradezu verführerischer Formgebung. Kaum ein Sessel bringt – durch die Gestaltung von Rücken- und Armlehnen – das Thema des Empfangens und Umfangens des Benutzers so gut zum Ausdruck wie Let™. Im formfaktor-Interwiew spricht Sebastian Herkner über die Zusammenarbeit mit Fritz Hansen, den Designprozess und seine Verantwortung als Gestalter im Hinblick auf nachhaltigere Produktionsprozesse und Ressourcenschonung.


Eines der kreativsten Designstudios Österreichs kommt aus Linz. Christoph March und Marek Gut gründeten MARCH GUT vor fast 10 Jahren. Beide studierten Industrial Design an der Kunstuniversität Linz und haben sich im Lauf des letzten Jahrzehnts einen Namen vor allem im Bereich Ausstellungsdesign gemacht. Zur Vienna Design Week (VDW) zeigen sie, dass sie neben hervorragenden Interieurgestaltern auch potente Produktdesigner sind. Dazu haben sie – Corona sei dank – für die Präsentation ein flexibles Road Studio ins Leben gerufen, mit dem sie während der VDW durch Wien touren und an mehreren Stationen Produkte wie den Kontur-Tisch, die neue Darf-Leuchte (in Form einer sehenswerten Lichtinstallation) oder ihre Polstermöbelkollektion für Joka zeigen. Im Vorfeld hat formfaktor Christoph March und Marek Gut zum Zoom-Interview getroffen und mit ihnen über die Zusammenarbeit mit Betrieben in Oberösterreich, die Zukunft des Ausstellungsdesigns in Corona-Zeiten und ihr nahendes 10-jähriges Studio-Jubiläum gesprochen.


Als das Coronavirus Europa erreichte, hat es vor allem den norditalienischen Raum hart getroffen. Die dort angesiedelten Möbel- und Designunternehmen gehören zu den angesehensten und einflussreichsten der Welt. Zur Bekämpfung des Virus mussten Produktionen gestoppt und Büroaktivitäten ins Homeoffice verlagert werden. Der Salone del Mobile in Mailand, die global wichtigste Möbeldesignmesse wurde zunächst von April auf Juni verschoben, dann aber ganz abgesagt. Auf die neue Situation reagierten die einzelnen Unternehmen in unterschiedlichem Tempo – vor allem was die Veränderungen in den Kommunikations- und Marketing-Aktivitäten betrifft. formfaktor hat einige Statements von Vertreter*innen der italienischen Designmöbelindustrie eingeholt und nachgefragt, wie sie bisher durch die Krise gekommen sind, was man daraus lernen kann und welche zukunftsfähigen Strategien umgesetzt werden müssen, um an den Erfolg von vor der Krise anschließen zu können. Die Antworten fielen recht einhellig aus und können mit drei Stichworten zusammengefasst werden: Flexibilität, digitale Transformation und Made in Italy.


In einem der größten europäischen Stadtentwicklungsgebiete, der Seestadt Aspern in Wien, wurde vor Kurzem ein weiteres Gebäude fertiggestellt. Mit Living Garden J3B hat Architekt Martin Mostböck in Kooperation mit Pesendorfer Machalek Architekten für den Projektentwickler VI-Engineers und Eigentümer Fair Finance ein nachhaltiges grünes Gebäude gestaltet, in dem er Natur nicht nur durch Begrünungen einsetzt, sondern das Thema auch direkt in die architektonische Gestaltung übernimmt. Damit hat der Architekt, der auch Designer ist, die Seestadt um ein lebenswertes Objekt reicher gemacht. Im formfaktor-Interview spricht Mostböck über die Verbindung von Architektur und Natur, über Dimensionswechsel in der Gestaltung und Verpackungswahnsinn. Außerdem stellt er die provokante Frage, ob man die Mailänder Möbelmesse nicht abschaffen sollte.


Der Lounge Chair Bernard, den Nina Mair ursprünglich für das Interieur des Swissôtel Kursaal Bern entworfen hat und der nun als Teil einer ganzen Kollektion von LaCividina herausgebracht wird, stellt eine neue, sehr feine Lösung dafür dar, wie Menschen in Räumen sitzen. Das Faszinierende an diesem Design ist die L-förmige Lehne. Dadurch können Nutzer*innen, ohne den Sessel zu bewegen, in zwei unterschiedlichen Richtungen sitzen. Kein Wunder, dass dieses Objekt für ein Architekturprojekt entworfen wurde, denn gerade in Standardhotelzimmern, wo Platzmangel herrscht, besitzt diese Idee eine wundervoll nützliche Eleganz. Die gesamte Kollektion umfasst neben dem Lounge Chair, auch ein Daybed, ein Zweier- und Dreiersofa sowie Beistelltische in mehreren Größen. Im formfaktor-Interview spricht Nina Mair über ihr Faible für handwerkliche Arbeit, die Materialität eines Objekts und den Vorrang von Möbelproduktion in Europa.


Vor annähernd 20 Jahren begann die Zusammenarbeit zwischen Giulio Ridolfo und Kvadrat. Der italienische Designer hat in dieser Zeit eine Reihe von Kollektionen für das dänische Textilunternehmen gestaltet. Nun ist ein Buch im Phaidon-Verlag erschienen, das die Arbeitsweise Ridolfos anhand seiner Reisen in verschiedene Länder, in denen er den jeweiligen Farben in Natur und Kultur nachspürt, veranschaulicht: Beginnend in Ridolfos Heimat im Nordosten Italiens über dänische Landschaften zur Zeit des Mittsommers bis ins ferne Indien, wo der Designer dem Thema „Indigo“ auf den Grund geht. Auf seinen Reisen wurde Ridolfo vom Fotografen Howard Sooley begleitet. Im formfaktor-Interview spricht Giulio Ridolfo über „Dazwischen“-Farben, das Ignorieren von Regeln und den Verlust der Farbwahrnehmung durch digitale Bildschirme.


Der österreichische Designer Thomas Feichtner liefert mit Asensio den Beweis, das Vollholzmöbel, die Natürlichkeit ausstrahlen, auch gut designt sein können. Mit seiner Arbeit für Grüne Erde holt er den Massivholzstuhl aus der Öko-Ecke heraus. Anstatt „nur“ gesund und natürlich, aber ästhetisch belanglos, steht dieser Stuhl für ein gestalterisch hochwertiges Produkt, das einen wichtigen Beitrag in der Weiterentwicklung von nachhaltigen Erzeugnissen aus Holz leistet. Durch hervorragend gestaltete Details verströmt das Möbel organische Nahtlosigkeit. Dass für diesen perfekten Look eine CNC-Maschine zum Einsatz kommt, verleiht dem Endergebnis zusätzlichen Reiz. Im formfaktor-Interview spricht Feichtner über die Zusammenarbeit mit Grüne Erde, seine Faszination für die 5-Achs-Fräsmaschine und – in seiner Funktion als Vorstandsmitglied von designaustria – über die derzeitige Situation der österreichischen Designbranche.


Der Großteil der chinesischen Möbelbranche ist nach wie vor auf industrielle Massenproduktion ausgerichtet und kopiert nur allzu gern Designs aus dem Westen. Es gibt verhältnismäßig wenig löbliche Ausnahmen, die versuchen auf Qualität zu setzen und eine eigene Designsprache zu entwickeln. Einer der Hauptprotagonisten ist das Shanghaier Unternehmen Stellar Works, das 2012 von Yuichiro Hori (als Partnerschaft mit dem französischen Hersteller Laval) gegründet wurde und auf eine Kombination aus asiatischer Inspiration, kulturübergreifendem Design und internationaler Ausrichtung setzt. Mit verantwortlich für den Aufstieg von Stellar Works sind die Kreativdirektoren Neri&Hu. Ihnen ist es zu verdanken, dass dieses East meets West mit einer eigenen starken Identität auftritt. Eine weitere beeindruckende Manifestation dieser Identität gelang dem Shanghaier Architekturbüro nun mit dem neuen Stack Chair. formfaktor hat mit Lyndon Neri, Rossana Hu sowie Stellar Works-CEO Yuichiro Hori Interviews über die neue Kollektion, den Status des chinesischen Möbelmarkts und die aktuelle Situation in Shanghai geführt.


In den alltäglichsten Objekten und Produktkategorien das Besondere zu finden, ist Jasper Morrisons Mission. Der vom deutschen Rat für Formgebung im vergangenen Jahr zur „Personality of the Year“ gekürte Designer sieht es als eine seiner wichtigsten Aufgaben, an der Verbesserung von Dingen zu arbeiten, mit denen wir uns umgeben und die wir tagtäglich benutzen. Der jüngste Streich auf der Suche nach dem „Supernormalen” ist der Stuhl Moca für Vitra. Ein Möbel, das auf den ersten Blick nicht groß auffällt, das aber durch die gewohnt sorgfältige Detailarbeit des britischen Studios begeistert. Im formfaktor-Interview erklärt Jasper Morrison die Hintergründe zur Entstehung des Moca und seine generelle Faszination für Stühle.


Geboren in Hongkong und ausgebildet in Großbritannien (Cambridge Universität) hat sich André Fu seit der Gründung seines eigenen Designstudios (AFSO) im Jahr 2001 zu einem vorbildhaften Protagonisten in der Innenraum-Gestaltung von Luxushotels und Restaurants entwickelt. Was seinen besonderen Stil und seine kreative Motivation ausmacht, schildert der studierte Architekt mit eigenen Worten in dem neuen Buch „Crossing Cultures with Design“, das diesen April bei Thames & Hudson erscheinen wird. Im formfaktor-Exklusivinterview sagt Fu im Hinblick auf die großen Veränderungen, die in China in den letzten Jahren vonstattengingen: „Der chinesische Markt hat sich mit enormer Geschwindigkeit entwickelt. Im Design gibt es eine wachsende Wertschätzung für die eigenen Wurzeln und gleichzeitig wird international gedacht.“


Seine Kreationen sind philosophisch-poetische Meisterwerke, die Geschichten voller Überraschungen, Leichtigkeit und Ironie erzählen. Dennoch meint Davide Groppi, dass er nach wie vor auf der Suche nach einer besseren, schöneren Leuchte sei. Der Weg dorthin, der in den späten 80er Jahren in einem kleinen Raum in Piacenza begann, ist mit funkensprühenden Einfällen gepflastert. Einmal kombiniert Groppi Licht mit Musik, dann wieder erfinden er und sein Team eine ästhetische Alternative für die notwendige Stromverteilung im Raum (Endless). Mit „Moon“ findet der Mond Eingang ins Interieur und mit „Nulla“ zaubert Groppi Licht wie aus dem Nichts hervor. Davide Groppi spricht von seiner Arbeit nicht als Design, sondern als Erfindungen. Tatsächlich ist sein Schaffen von kontinuierlichen Innovationen geprägt – sowohl in technologischer als auch ästhetischer Hinsicht. Im formfaktor-Exklusivinterview erzählt er von der Linie als Teil seiner Seele, dem Alphabet des Lichts und Caravaggio.


Das Designstudio Büro Famos in Berlin wurde von Hanna Litwin und Romin Heide im Jahr 2012 gegründet. In ihrer Karriere haben sie sich bisher vor allem als Spezialisten im Umgang mit Materialien wie Glas oder Porzellan erwiesen. Durch ihre zurückhaltende Formensprache und ihren innovativen Umgang mit Werkstoffen fanden sie Produktionspartner von Dänemark bis Italien. Oft verfolgten sie konsequent eigene Entwurfsideen und konnten damit namhafte Unternehmen wie Modo Luce oder La Cividina überzeugen. Eine ganz besondere Könnerschaft haben Litwin und Heide bei Leuchten und Möbelaccessoires entwickelt. Ganz neu wurde der vom tschechischen Holzspezialisten TON produzierte Kleiderhaken Logs präsentiert, der nur aus drei gedrechselten Stücken Holz besteht. formfaktor traf Hanna Litwin und Romin Heide in Köln und sprach mit den Designer*innen über ihr Faible für Materialien, die Designszene in Berlin und den neuen Kleiderhaken für TON, der aus Produktionsabfällen hergestellt wird.


Die berufliche Laufbahn von Alain Gilles folgt keiner geraden Linie, denn der Belgier fand den Weg zum Design erst im zweiten Anlauf. Zunächst landete er nach seinem Politikwissenschaftsstudium in der Finanzbranche und arbeitete dort für JP Morgan ganze fünf Jahre. Damit war er der realistischen Seite seines Wesens lange genug gefolgt und wollte nun endlich das tun, was in eigentlich interessiert. Kreativ sein, Dinge gestalten, selbstständig werden. Um dies zu erreichen, kehrte er der Finanzwelt den Rücken zu und studierte Industriedesign. Schließlich gründete er sein eigenes Designstudio im Jahr 2007. Trotz bald darauf folgender Finanzkrise schaffte er es, mit viel Optimismus und harter Arbeit, erfolgreich zu sein. Einer seiner ersten Kooperationspartner war das belgische Unternehmen BuzziSpace, das gerade im Begriff war, die Office-Welt zu revolutionieren. Gemeinsam entwickelten sie innovative Lösungen für die akustischen Anforderungen in Großraumbüros. formfaktor traf Alain Gilles in der Design Post in Köln, wo BuzziSpace auf zwei Etagen seine neuen Ausstellungsflächen eröffnete. Im Interview spricht er über neuartige Arbeitsplatzlösungen, die Partnerschaft zwischen Hersteller und Designer sowie über seinen Alltag voller Träume.


Was in einer Garage am Wiener Platz in München begann, ist heute, 20 Jahre später, ein florierendes Unternehmen mit 200 Mitarbeitern*innen. Mitte der 90er Jahre fertigte Axel Meise dort, wo heute das Headquarter von Occhio steht, die ersten Skizzen für ein Leuchtensystem an, das die Quintessenz seiner langjährigen Beschäftigung mit Licht darstellte. Unzufrieden mit dem damaligen Licht-Markt schwebten ihm nicht Einzellösungen vor, sondern ein ganzes System, das für alle denkbaren Raumsituationen die richtige Antwort parat hat. Occhio feierte nun „die ersten 20 Jahre“ und am Rande einer Party im Flagship-Store in Köln, sprach Axel Meise im formfaktor-Exklusivinterview über Lichtsysteme, den Siegeszug der LED und seinen ganz persönlichen Zugang zur Licht- und Leuchtengestaltung.


Die 26. Designbiennale in Ljubljana – BIO 26| Common Knowledge – widmet sich einem Thema, das wie kein anderes unsere Zeit prägt: der Umgang mit Informationen. Kurator Thomas Geisler und Assistenzkuratorin Aline Lara Rezende definierten als ihren Ausgangspunkt Wissen als Allgemeingut und luden sechs interdisziplinäre Designteams ein, renommierte Wissensinstitutionen in der slowenischen Hauptstadt aufzusuchen und Projekte zu entwickeln, die sich mit Fragen wie „Was wissen wir wirklich?“ oder „Wie gehen wir mit Wissen als Ressource um?“ beschäftigen. In Zeiten, in denen eine unmögliche Wortkombination wie „alternative Fakten“ en vogue geworden ist, geht es vor allem um die Frage nach gesichertem, verlässlichem Wissen und den Möglichkeiten der vertrauenswürdigen Orientierung in diesem Dschungel der rasanten digitalen Datenflut. Im formfaktor-Interview spricht Thomas Geisler, der in seinem Hauptberuf das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden leitet, über ethische Fragestellungen für Designer*innen, die Grausligkeiten von Social Media und wirft einen erklärenden Blick auf die slowenische Designszene.


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